
m Schankraum herrscht eine anheimelnde Atmosphäre, die den Besuchern des Hauses sofort ein Gefühl von Behaglichkeit vermittelt. Unzählige Kerzen, die in den Wandleuchtern brennen oder auf den dunkel gebeizten Holztischen stehen, erhellen sanft den gesamten Raum mit ihrem gelbwarmen Licht.
Wirt Ëframel, ein großer, kräftig gebauter Mann, steht hinter dem mit Schnitzereien verzierten Holztresen und füllt mehrere Krüge mit einem schäumenden Getränk. In der Küche ist
Köchin Iasha wie immer eifrig am Werkeln. Der Duft nach frisch gebackenen Semmeln und leckerem Obstkuchen umschmeichelt deine Nase.
Wenn du möchtest, kannst du nun während deines Aufenthaltes im Wirtshaus mit den anwesenden Personen plaudern. Klicke dazu einfach auf die fettgedruckten Namen!
Du begibst dich zum Kamin und fragst die alte Frau, ob du dich zu ihr auf die Bank setzen darfst, worauf sie bereitwillig ein Stückchen zur Seite rückt. Schon kurze Zeit später kramt sie plötzlich etwas aus ihrer Schürzentasche hervor und hält es dir hin.
''Hast du so etwas schon einmal gesehen?''
Die Alte, die sich dir als Kräuterweib Ifrithea vorstellt, streckt dir ihre Handfläche entgegen und du entdeckst darauf ein kleines, goldig schimmerndes Metallplättchen mit winzigen Einbuchtungen am Rand. Kaum größer als der Nagel deines kleinen Fingers, verschwindet es fast in den tiefen Hautfurchen der Frau.
''Das ist eine Worml-Münze, ein wahrer Glücksbringer. Solltest du jemals eine davon finden, dann hüte sie wie deinen Augapfel. Nicht umsonst bezeichnet man die kleinen, sehr scheuen Wesen, von denen diese Münzen stammen, auch als Glücks-Worml.
Manchmal verschenken die Worml einige ihrer Münzen, wenn ihnen jemand einen großen Gefallen erwiesen hat. Allerdings ist das gar nicht so leicht, da sich diese Wesen normalerweise immer im Verborgenen halten.
Wie so ein Worml aussieht? Also, sie sind klein, haben grüne Haut und große, violette Augen. Ihre Haare sehen aus wie Gras, oder wie Blätter. Und manchmal tragen sie eine Blüte als Kopfbedeckung.
Woher ich das alles weiß? Nun, ich hatte schon öfter das Glück, einen Worml zu sehen. Aber lass mich doch noch etwas über ihre Münzen erzählen. Man kann diese nämlich als Talisman bei sich tragen, dann bescheren sie ihrem Besitzer Gesundheit. Man kann sie aber auch in der Erde vergraben. Worml-Münzen haben die Eigenschaft, verlorene Münzen der Rhejvandari um sich zu versammeln. Man muss sie nur lange genug eingegraben lassen, dann findet man unter Umständen nach ein paar Monaten oder Jahren einen richtigen kleinen Münzberg an jener Stelle. Allerdings darfst du nicht vergessen, wo du deine Worml-Münze verscharrt hast.''
Ifrithea kichert vor sich hin und blinzelt dir schelmisch zu.
''Gut möglich, dass ich dir das alles bereits erzählt habe. Ich bin schon alt und mein Gedächtnis lässt mich manchmal ein wenig im Stich, daher vergesse ich öfter mal etwas...''
Sie brabbelt noch ein Weilchen vor sich hin, dann verstummt sie schließlich und du bemerkst, dass die Alte eingenickt ist. Vorsichtig erhebst du dich und suchst dir einen anderen Sitzplatz, damit du Ifrithea nicht beim Schlafen störst.